Kreisbeschleuniger

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Kreisbeschleuniger / Holz, Metall, Elektromotoren, Stein, Spanngute, Stativ, Neonröhren, Pappe, Goldfolie, Fotokamera / 320 x 320 x 250 /2013
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Auf einer Marmorplatte, die optisch zu schweben scheint, ist ein Dreibein montiert. An dessen Enden wird ein dunkler Würfel an drei Punkten gehalten. Das einzige, was ihn am Boden zu halten scheint, sind die gelben Spanngurte am Fußboden. Auf der Vorder- und Rückseite des Würfels sind Motoren angebracht die in den Innenraum des Körpers führen. Die Gegenstände in unmittelbarer Nähe des Würfels, wie Leiter, Kabel, Regler oder Transformator lassen darauf schließen, dass es sich um einen temporären Aufbau handelt. Am höchsten Punkt der Installation ist eine Kamera angebracht, die den Fokus auf das Innenleben richtet. Kleine Fenster ermöglichen dem Betrachter den Blick ins Innere des Körpers. Das beleuchtete Innere besteht größtenteils aus leerem Raum, die Innenwände des Kubus sind mit Kacheln aus reflektierender Folie ausgekleidet. Die beiden an der Außenseite befestigten Motoren übertragen eine Drehbewegung durch zwei Wellen ins das Innere des Körpers. An den beiden parallel gestellten Wellen sind kugelförmige Siebe befestigt, die ein weißes Material enthalten. Im unteren Bereich des Körpers ist eine runde Plattform an drei Stellen befestigt.

Die an den Wellen befestigten kugelförmigen Siebe sind zwei mit Kreide gefüllte Tee-Eier. Diese werden über die Motoren gegenläufig auf einander zu beschleunigt bis zu dem Zeitpunkt ihrer Kollision. Zu diesem Zeitpunkt hält eine Kamera das Geschehen fotografisch fest.

Den Hintergrund zu dieser Arbeit bildet eine Fotografie des Nobelpreisträgers Peter Higgs, der vor einer beschriebenen Tafel steht und offenbar große Freude dabei hat, zwei Putzschwämme miteinander kollidieren zu lassen. Mit spielerischer Leichtigkeit entsteht so eine Wolke aus Kreide Staub und Möglichkeiten. http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-57781776.html